Sie helfen einem Elternteil bei der Pflege und gehen zugleich arbeiten. Auch zu Hause warten Aufgaben auf Sie. Wenn Sie Pflege und Beruf vereinbaren möchten, brauchen Sie klare Absprachen. Denn Ihre Zeit reicht nicht für alles.
Es ist in Ordnung, sich Hilfe zu holen.
Vielleicht fällt es Ihnen dennoch schwer, Aufgaben abzugeben. Sie kennen die Wünsche Ihres Angehörigen und möchten, dass es ihm gut geht. Doch Nähe hängt nicht davon ab, ob Sie jede Hilfe selbst leisten. Andere können Aufgaben übernehmen, während Sie weiter für Ihren Angehörigen da sind.
Halten Sie fest, welche Hilfe nötig ist
Schreiben Sie auf, wobei Ihr Angehöriger Hilfe braucht. Beginnen Sie mit der Pflege und schauen Sie danach auf den Haushalt. Was schafft Ihr Angehöriger selbst? Wobei helfen Sie bisher, weil sonst niemand die Aufgabe übernimmt?
Notieren Sie zu jeder Aufgabe, wer sich darum kümmert. Beim Einkauf kann das ein Name sein. Bei der ärztlich verordneten Medikamentengabe halten Sie fest, welche Hilfe schon besteht. So sehen Sie, wo noch eine Absprache fehlt.
Schreiben Sie knapp und in Ihren eigenen Worten. Die Übersicht soll Ihnen Arbeit ersparen und braucht keine feste Form. Außerdem hilft sie, wenn Sie den Bedarf mit einem Pflegedienst besprechen.
Beziehen Sie Ihren Angehörigen dabei ein. Fragen Sie, was er selbst tun möchte und welche Hilfe er annehmen kann. Denn sein Wunsch nach einem eigenen Alltag bleibt auch dann wichtig, wenn er Pflege braucht.
Geben Sie klar benannte Aufgaben ab
Bitten Sie Ihre Familie konkret um Hilfe beim Einkauf oder bei den Mahlzeiten. Eine allgemeine Bitte lässt offen, wer was tun soll. Klären Sie deshalb direkt, welchen Teil die andere Person übernimmt.
Eine Zusage braucht einen klaren Umfang.
Wer einkauft, sorgt damit nicht auch für die Mahlzeiten. Halten Sie daher fest, was zur Aufgabe gehört. Besprechen Sie außerdem, wie jemand Bescheid gibt, wenn es nicht klappt. So können Sie reagieren, statt erst im Nachhinein von der Lücke zu erfahren.
Nutzen Sie für Ihre Absprachen eine gemeinsame Notiz oder ein Blatt Papier. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten dort nachsehen können. Teilen Sie Angaben zur Gesundheit allerdings nur mit Zustimmung Ihres Angehörigen und mit den Personen, die sie brauchen.
Sagen Sie auch klar, wann Ihre Arbeit keine Hilfe zulässt. Das ist kein Vorwurf an Ihre Familie. Es zeigt vielmehr, für welche Aufgaben Sie eine andere Lösung brauchen.
Sprechen Sie bei der Arbeit über Ihren Bedarf
Überlegen Sie vor dem Gespräch mit Ihrer Führungskraft, was Ihnen helfen würde. Brauchen Sie besser planbare Arbeitszeiten? Oder geht es darum, Termine für Ihren Angehörigen mit der Arbeit abzustimmen?
Beschreiben Sie zunächst, wie sich die Pflege auf Ihre Arbeit auswirkt. Dafür brauchen Sie keine genaue Krankengeschichte zu erzählen. Fragen Sie anschließend, welche Absprachen im Betrieb möglich sind. Klären Sie auch, wer darüber entscheidet.
Eine Absprache im Betrieb ist nicht das Gleiche wie ein gesetzlicher Anspruch. Ob Sie etwa eine Freistellung nutzen können, hängt von Ihrer Lage ab. Lassen Sie das deshalb von einer dafür zuständigen Stelle prüfen, bevor Sie damit planen.
Halten Sie fest, was Sie mit Ihrem Arbeitgeber vereinbart haben. So können beide Seiten später nachlesen, was gilt. Wenn Ihr Angehöriger mehr Hilfe braucht, haben Sie zudem eine Grundlage für ein neues Gespräch.
Prüfen Sie, welche Aufgaben ein Pflegedienst übernehmen kann
ZA Pflegedienst hilft zu Hause bei der Körperpflege und beim Bewegen. Auch Hilfe im Haushalt gehört zum Angebot, etwa beim Einkauf oder bei Mahlzeiten. Dadurch können Sie Aufgaben abgeben, die bisher bei Ihnen lagen.
Außerdem übernimmt ZA medizinische Pflege nach ärztlicher Verordnung und im Rahmen des Pflegeplans. Dazu gehört die Medikamentengabe. Das Team kann auch Gesundheitswerte prüfen. Welche Hilfe passt, besprechen Sie anhand des Bedarfs Ihres Angehörigen.
Nennen Sie dabei Ihre Arbeitszeiten. Bei ZA können sich die Besuchszeiten um etwa 30 Minuten verschieben. Planen Sie deshalb eine nötige persönliche Übergabe nicht direkt vor Ihrem Arbeitsbeginn. Klären Sie stattdessen, wie Sie sich mit dem Pflegeteam abstimmen können.
Falls Ihr Angehöriger fremde Hilfe ablehnt, fragen Sie nach dem Grund. Vielleicht spielt Scham bei der Körperpflege eine Rolle. ZA berücksichtigt den Wunsch nach einer gleichgeschlechtlichen Pflegekraft nach Möglichkeit. Außerdem setzt ZA möglichst feste Bezugspflegekräfte ein, die den Angehörigen und seine Wünsche kennen.
Mehr zum Angebot lesen Sie unter Was bedeutet ambulante Pflege im Alltag?.
Prüfen Sie, ob Tagespflege zu Ihrem Alltag passt
In der Tagespflege erhält Ihr Angehöriger tagsüber Pflege und Betreuung. Er kann Zeit mit anderen Menschen verbringen und kehrt abends nach Hause zurück. Das kann Ihnen helfen, Pflege und Beruf zu vereinbaren.
Bei ZA gibt es zum Beispiel Gesprächsrunden und Spiele. Auch Musik gehört zum Angebot. Ihr Angehöriger entscheidet selbst, woran er teilnehmen möchte. Zudem hilft das Team beim Bewegen und sorgt für geregelte Mahlzeiten.
Fragen Sie vorab nach den genauen Zeiten und Abläufen. Prüfen Sie dann, ob diese zu Ihrer Arbeit passen. Denn erst mit diesen Angaben können Sie planen, welche Hilfe zu Hause noch nötig ist.
Sprechen Sie auch über die Wünsche Ihres Angehörigen. Welche Angebote gefallen ihm, und was macht ihm Sorgen? Der Beitrag Tagespflege: Entlastung für Angehörige beschreibt die Hilfe näher.
Lassen Sie Kosten und Ansprüche vorab klären
Bitten Sie um eine klare Übersicht der Leistungen und Kosten. Bei ZA richten sich die Kosten der ambulanten Pflege nach dem Pflegeplan und dem Kostenvoranschlag. ZA stimmt diese mit der Pflegekasse ab. Die Pflegekasse ist die Stelle, die über Leistungen der Pflegeversicherung entscheidet.
Welche Leistungen infrage kommen, hängt unter anderem vom Pflegegrad ab. Er beschreibt, wie stark ein Mensch im Alltag auf Hilfe angewiesen ist. Falls Sie dazu Fragen haben, hilft der Beitrag Den passenden Pflegegrad verstehen.
Fragen Sie außerdem, welche Kosten Ihr Angehöriger selbst zahlen müsste. Planen Sie eine Zahlung der Kasse erst ein, wenn diese geklärt ist. Verbindliche Auskünfte zu Ansprüchen geben die Pflegekasse und die zuständigen Beratungsstellen. Dazu zählt auch ein Pflegestützpunkt, der zu Fragen rund um Pflege berät.
ZA hilft Ihnen, den Bedarf und passende Angebote zu besprechen. So können Sie auch offene Fragen sammeln, die Sie danach mit der Kasse klären.
Nehmen Sie sich diese Woche eine offene Aufgabe vor
Wählen Sie aus Ihrer Übersicht eine Aufgabe, bei der Ihnen Hilfe fehlt. Fragen Sie dafür gezielt in Ihrer Familie nach. Oder klären Sie in einer Pflegeberatung, ob ein Pflegedienst diese Aufgabe übernehmen kann.
Sie brauchen nicht alles auf einmal zu lösen.
Prüfen Sie zugleich Ihre eigenen Zusagen. Was passt noch neben Ihre Arbeit, und was ist zu viel? Wenn eine Absprache Sie zu stark belastet, darf sie sich ändern. Denn auch Ihre Kraft und Ihre Zeit haben Grenzen.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich Pflege und Beruf besser vereinbaren?
Halten Sie fest, welche Pflegeaufgaben anfallen und wer sie übernimmt. Dadurch sehen Sie, wo Hilfe fehlt. Besprechen Sie dann konkret, was Ihre Familie oder ein Pflegedienst übernehmen kann.
Wie bitte ich meine Familie um Hilfe bei der Pflege?
Bitten Sie um eine klar benannte Aufgabe, etwa den Einkauf. Klären Sie dabei, was genau dazugehört. So weiß die andere Person, worauf sie sich einlässt, und Sie können besser planen.
Welche Aufgaben kann ein ambulanter Pflegedienst übernehmen?
ZA hilft unter anderem bei der Körperpflege und im Haushalt. Außerdem gehört medizinische Pflege nach ärztlicher Verordnung und im Rahmen des Pflegeplans zum Angebot. Welche Aufgaben das Team übernimmt, hängt vom vereinbarten Bedarf ab.
Kann Tagespflege während meiner Arbeitszeit helfen?
Tagespflege kann Ihrem Angehörigen tagsüber Pflege und Betreuung bieten, während Sie arbeiten. Ob das passt, hängt allerdings von den genauen Zeiten und Abläufen ab. Klären Sie diese deshalb, bevor Sie Ihren Alltag fest danach planen.
Welche Ansprüche habe ich als berufstätiger pflegender Angehöriger?
Welche Ansprüche Sie haben, braucht eine Prüfung Ihrer persönlichen Lage. Fragen zu Pflegeleistungen können Sie mit der Pflegekasse oder einem Pflegestützpunkt klären. Für Fragen zu Ihren Rechten im Beruf brauchen Sie eine dafür zuständige Beratung, bevor Sie etwa eine Freistellung einplanen.
HILFE IM ALLTAG
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Sie pflegen einen Angehörigen und gehen zugleich arbeiten? ZA Pflegedienst hilft Ihnen, den Bedarf zu klären und passende Hilfe zu finden.
In der Pflegeberatung besprechen Sie, welche Aufgaben Sie abgeben möchten und welches Angebot dazu passt. Verbindliche Auskünfte zu Ansprüchen und Kosten erhalten Sie bei der zuständigen Kasse.
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